Fristen für die Steuererklärung 2018

Diese Stichtage sollten Sie beachten

Auch in diesem Jahr steht für viele Arbeitnehmer die Steuererklärung an. Durch das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens haben nun alle, die zur Abgabe verpflichtet sind, mehr Zeit. Denn ab der Steuererklärung für das Jahr 2018 gilt eine neue Abgabefrist. Hier erfahren Sie, welche Ausnahmen es gibt, wie Sie eine Fristverlängerung beantragen und welche Termine nach Abgabe Ihrer Steuererklärung gelten.

Fristen für die Steuererklärung 2018

Unterschiedliche Fristen für Einkommensteuererklärungen

Fristen für freiwillige Steuererklärungen

Die meisten Arbeitnehmer haben die Wahl, ob sie eine Steuererklärung einreichen oder nicht. Doch die freiwillige Abgabe kann sich lohnen: Gerade bei hohen Fahrtkosten, außergewöhnlichen Belastungen oder Ausgaben zur Kinderbetreuung ist eine Steuererstattung sehr wahrscheinlich.

Für die freiwillige Steuererklärung gilt eine Frist von vier Jahren. Daraus ergeben sich folgende Abgabetermine:

Freiwillige Steuererklärung für 2015 Abgabe bis 31. Dezember 2019
Freiwillige Steuererklärung für 2016 Abgabe bis 31. Dezember 2020
Freiwillige Steuererklärung für 2017 Abgabe bis 31. Dezember 2021
Freiwillige Steuererklärung für 2018 Abgabe bis 31. Dezember 2022

Abgabefristen bei Pflichtveranlagung

Sind Sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, galt dafür bisher eine Frist bis zum 31. Mai des Folgejahres. In Zukunft dürfen Sie sich zwei Monate mehr Zeit lassen – also für das Steuerjahr 2018 bis zum 31. Juli 2019. Informieren Sie das Finanzamt, wenn Sie Ihre Steuererklärung für 2018 von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erledigen lassen. Denn dann gilt automatisch der 28. Februar 2020 als spätester Abgabetermin.

Steuererklärung – Pflicht oder Kür?

Diese Personengruppen müssen eine Steuererklärung abgeben:

  • Berufstätige Ehepaare mit Steuerklassenkombination
  • Bezieher von Nebeneinkünften oder Lohnersatzleistungen in Höhe von über 410 Euro pro Jahr
  • Steuerpflichtige, die 2018 geheiratet haben, geschieden wurden oder vom Arbeitgeber eine Abfindung erhalten haben
     

Sind Sie 2018 in Rente gegangen, sollten Sie sich bei Ihrem Finanzamt oder Steuerberater erkundigen, ob die Steuererklärung auch für Sie zum Pflichtprogramm gehört.

Fristverlängerung und verspätete Abgabe

Sie schaffen es nicht, die Steuererklärung für das Jahr 2018 fristgerecht abzugeben? Dann stellen Sie vor Ablauf des Stichtags einen Antrag auf Fristverlängerung. Als Grund können Sie zum Beispiel fehlende Steuerbelege, Krankheit oder einen beruflichen Auslandsaufenthalt angeben. Jedoch ist es aufgrund der ohnehin erfolgten allgemeinen Verlängerung der Abgabefrist nicht sicher, ob das zuständige Finanzamt Ihrem Antrag zustimmt. Bei einer Abgabe nach dem Stichtag müssen Sie wahrscheinlich einen Verspätungszuschlag zahlen. Geben Sie Ihre Steuererklärung für das Kalenderjahr 2018 bis Februar 2020 ab, kann das Finanzamt entscheiden, ob es Sie zur Kasse bittet. Bei einer Abgabe ab März 2020 fällt der Verspätungszuschlag von mindestens 25 Euro in jedem Fall an.

Elektronische Steuererklärung

Um Ihnen die Abgabe der Steuererklärung zu erleichtern, bietet die Finanzverwaltung das kostenlose Programm ElsterFormular an. Dieses enthält allerdings keine Tipps zum Steuersparen. Sie können sich jedoch das Ausfüllen der Unterlagen erleichtern und zugleich dafür sorgen, dass Ihnen keine Steuerersparnis entgeht, indem Sie kommerzielle Software nutzen. Gute Angebote gibt es bereits ab 15 Euro.


Fristen nach Abgabe der Steuererklärung

Warten auf den Steuerbescheid

Wenn es sich bei Ihrer Steuererklärung nicht um einen komplexen Fall handelt, können Sie sechs Monate nach Einreichen Ihres Antrags beim Finanzamt nachhaken. Generell gilt: Um die Bearbeitung Ihrer Unterlagen zu beschleunigen, sollten Sie Ihre Steuererklärung auf elektronischem Weg abgeben. Denn Anträge in Papierform prüft das Finanzamt erst später. Seit 2017 müssen Sie zudem nur noch Belege einreichen, die das Finanzamt ausdrücklich verlangt. Alle anderen Nachweise sollten Sie mindestens ein Jahr verwahren, um sie bei Aufforderung vorlegen zu können.

Einspruchsfrist bei Fehlern

Die Einspruchsfrist beginnt drei Tage nach dem Datum, das auf dem Steuerbescheid angegeben ist. Ab diesem Zeitpunkt dauert sie einen Monat. Ist die Frist abgelaufen, wird der Steuerbescheid rechtskräftig und ist nur in Ausnahmefällen noch zu ändern. Prüfen Sie ihn daher sofort nach Erhalt gründlich. Sollten Sie einen Einspruch haben, richten Sie diesen schriftlich an Ihr Finanzamt.

Ist Ihnen doch noch ein Beleg in die Hände gefallen oder haben Sie einen Flüchtigkeitsfehler entdeckt, kurz nachdem Sie Ihre Steuererklärung abgeschickt haben? Melden Sie das Versehen sofort, dann kann das Finanzamt die Änderungen berücksichtigen.

Zuletzt aktualisiert am 7. Mai 2019.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung etwa durch einen Steuerberater nicht ersetzen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere aktuelle Themen aus und von Ihrer Bank

Gesetzliche Änderungen 2019

Gesetzliche Änderungen 2020

Diese gesetzlichen Neuerungen machen sich 2020 finanziell bemerkbar.

 

mehr

Urlaubsreise storniert?

Urlaubsreise storniert

Ihr Urlaub wurde von Ihrem Reiseveranstalter storniert? Sie haben Ihre Reise mit einer Kreditkarte bezahlt?

mehr

SCHUFA-Auskunft

SCHUFA-Auskunft

Welche Daten zu Ihrer Person in der SCHUFA-Auskunft stehen.

 

mehr

Smarte Kleidung

Wearables und smarte Kleidung

Die Technologie macht auch vor Kleidung nicht halt. Mehr zu Wearables und smarter Kleidung erfahren Sie hier.

mehr

Energie sparen und modernisieren

Energie sparen

Tipps für Mieter und Hauseigentümer, um effizient Energie zu sparen.

mehr

Internet der Dinge

Internet der Dinge

Die Vernetzung der Dinge verändert den Alltag.

mehr

Mixed Reality

Mixed Reality

Wenn sich physische Realität und digitale Welt vermischen.

mehr

Anspruch auf Weihnachtsgeld

Anspruch auf Weihnachtsgeld

Klären Sie frühzeitig, ob Sie Anspruch auf die Sonderzahlung haben.

mehr

Heizkosten sparen

Heizkosten sparen

Wer Heizkosten sparen will, kann schon mit wenig Aufwand viel bewirken.

mehr

PSG II im Überblick

Pflegestärkungsgesetz 2

Wer Pflege braucht oder Angehörige pflegt, ist auf Unterstützung angewiesen. 

mehr

Sprachassistent

Sprachassistent

Ein digitaler Sprachassistent erleichtert und unterstützt im Alltag.

mehr

Künstliche Intelligenz im Handel

Künstliche Intelligenz im Handel

Künstliche Intelligenz revolutioniert den Einkauf im Laden.

mehr

Supermarkt ohne Kasse

Supermarkt ohne Kasse

Der Einkauf im Supermarkt wird durch die Digitalisierung revolutioniert.

mehr

Mietpreisbremse

Mietpreisbremse

Die Mietpreisbremse greift nicht von selbst. Wir zeigen, wie Sie sie aktivieren. 

mehr

Sharing Economy

Sharing Economy

Die Ökonomie des Teilens erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

mehr

Tipps rund um das Thema Spenden

Spenden

Informieren Sie sich hier darüber, worauf Sie beim Spenden achten sollten.

mehr

Staatliche Förderung

Staatliche Förderung

Sichern Sie sich die staatliche Förderung für Vorsorge und Vermögensaufbau.

mehr

Nebenkostenabrechnung

Nebenkostenabrechnung

Verschaffen Sie sich einen Überblick, welche Fallstricke die Nebenkostenabrechnung Ihnen legen kann.

mehr

Smart Home

Smart Home

Ein Smart Home erhöht Wohnkomfort, Sicherheit und Energieeffizienz.

mehr

Förderung von Solaranlagen

Förderung Solaranlagen

Zuschüsse für Solaranlagen zahlen sich aus.

mehr

Reiseapotheke

Reiseapotheke

Mit der richtigen Reiseapotheke fährt es sich entspannter in den Urlaub.

mehr

Pflege-Bahr

Pflege-Bahr

Staatliche Förderung der privaten Pflegezusatzversicherung.

mehr

Wissenswertes zur Rente

Rente

Für die Rente zählt jeder Euro. Wissenswertes zur Sicherung Ihrer Zukunft.

mehr